Windows 10 Support-Ende: Warum Ihr Unternehmen jetzt auf Windows 11 migrieren muss

Seit dem 14. Oktober 2025 liefert Microsoft keine Sicherheitsupdates mehr für Windows 10. Das bedeutet: Jeder PC mit Windows 10 in Ihrem Unternehmen ist ein offenes Einfallstor für Cyberangriffe – und ein potenzielles DSGVO-Problem.

Die aktuelle Lage (März 2026)

Windows 10 ist seit fünf Monaten offiziell am Support-Ende. 75% der Nutzer in Deutschland sind bereits auf Windows 11 umgestiegen. Im Unternehmensumfeld sind es erst ca. 60% – viele KMU befinden sich noch mitten in der Migration.

Die Risiken: Warum Sie nicht warten können

Sicherheitsrisiken

  • Ungepatchte Schwachstellen: Neu entdeckte Sicherheitslücken werden nicht mehr geschlossen
  • Ransomware-Ziel: Über 60% aller erfolgreichen Ransomware-Angriffe nutzen ungepatchte Software
  • Zero-Day-Exploits: Bekannte Schwachstellen bleiben dauerhaft offen

Rechtliche Risiken

  • DSGVO-Verstoß: Art. 32 DSGVO verlangt Maßnahmen nach dem Stand der Technik. Ein ungepatchtes OS erfüllt das nicht.
  • Cyberversicherung: Viele Policen schließen Leistungen aus bei nicht unterstützter Software.
  • Geschäftsführerhaftung: Persönliche Haftung bei Datenschutzverletzungen durch bekannte Lücken.
  • NIS2-Compliance: Das Gesetz verlangt strukturiertes Patchmanagement.

Option 1: Extended Security Updates (ESU)

Microsoft bietet kostenpflichtige ESU für maximal drei Jahre an:

  • Jahr 1 (bis Okt. 2026): ca. 57 EUR pro Gerät
  • Jahr 2 (bis Okt. 2027): ca. 114 EUR pro Gerät
  • Jahr 3 (bis Okt. 2028): ca. 228 EUR pro Gerät

Die Kosten verdoppeln sich jedes Jahr. Gesamtkosten über 3 Jahre: bis zu 400 EUR pro Gerät – ohne neue Features, ohne Support. Nur kritische Sicherheitsupdates. ESU ist eine Überbrückung, keine Lösung.

Option 2: Migration zu Windows 11

Hardwareanforderungen

  • Prozessor: Intel ab 8. Generation (ca. 2018) oder AMD Ryzen 2000+
  • RAM: Mindestens 4 GB (empfohlen: 8 GB+)
  • TPM 2.0 zwingend erforderlich
  • UEFI mit Secure Boot

PCs vor Baujahr 2017/2018 erfüllen die Anforderungen meist nicht – Hardware-Austausch ist in vielen Fällen unvermeidlich.

So läuft eine strukturierte Migration ab

  1. Bestandsaufnahme: Hardware-Check mit Microsoft PC Health Check, Geräte kategorisieren
  2. Planung: Budget, Zeitplan, Migrationsreihenfolge
  3. Vorbereitung: Vollständige Backups, Lizenzen und Hardware beschaffen
  4. Pilotphase: Migration mit unkritischer Abteilung starten
  5. Rollout: Abteilungsweise migrieren, außerhalb der Kernarbeitszeiten
  6. Schulung: Kurzschulungen zu Windows 11, Nachbetreuung und Monitoring

Nicht vergessen: Office 2021 endet ebenfalls

Am 13. Oktober 2026 endet auch der Support für Microsoft Office 2021. Wer die Windows-Migration plant, sollte den Umstieg auf Microsoft 365 gleich mitdenken.

Was BrehmerIT für Sie tun kann

Als Dell Technologies Authorized Partner und Microsoft Partner begleiten wir Ihre Windows 11 Migration: Hardware-Audit, Kompatibilitätscheck, Beschaffung, Datensicherung, Migration außerhalb der Arbeitszeiten, Schulung und Nachbetreuung.

Sprechen Sie uns an für eine kostenlose Ersteinschätzung: 0345 55869949 oder kontakt@brehmerit.de

Häufig gestellte Fragen

Kann ich Windows 10 einfach weiterverwenden?

Technisch ja – aber ohne Sicherheitsupdates sind Sie Angriffen ausgesetzt, verstoßen möglicherweise gegen die DSGVO und riskieren den Verlust Ihres Cyberversicherungsschutzes.

Mein PC ist zu alt für Windows 11 – was nun?

PCs vor Baujahr 2017/2018 erfüllen meist nicht die Anforderungen (TPM 2.0). Die Hardware muss ausgetauscht werden. Wir beraten Sie als Dell Partner bei der Auswahl passender Business-Geräte.

Funktioniert meine Branchensoftware unter Windows 11?

Die meisten aktuellen Anwendungen sind kompatibel. Bei älterer Branchensoftware prüfen wir die Kompatibilität vorab. Für Einzelfälle kann Windows 10 mit ESU überbrückt werden.

Veröffentlicht am 3. März 2026.